Das Schloßmuseum geht auf die Gründung Großherzog Ernst Ludwigs von Hessen und bei Rhein (Reg. 1892-1918) zurück. Es ist eines der drei Museen, die auf Initiative des letzten hessischen Regenten entstanden. Aus der Intention heraus, seinen privaten Kunstbesitz zu ordnen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, vereinte er Objekte des Jagdwesens im Schloß Kranichstein, wo 1917 das Jagdmuseum eröffnet wurde. Porzellane und keramische Erzeugnisse faßte er in dem am Rande des Darmstädter Herrngartens gelegenen Prinz-Georg-Palais zusammen. Dort konnte schon 1908 die Großherzoglich-Hessische Porzellansammlung präsentiert werden. Die Sammlung der Möbel, der Gemälde und des Kunsthandwerks bildete die Basis des 1924 im Darmstädter Residenzschloß eingerichteten Schloßmuseums.
Beim großen Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg auf Darmstadt 1944 brannte das Schloß nieder, wobei ein Großteil der Sammlung des Museums zerstört wurde. Nur ein Teil der Bestände konnte noch rechtzeitig ausgelagert werden. Nach dem Wiederaufbau des Residenzschlosses wurde das Museum 1965 neu eröffnet. Seitdem befindet sich die Sammlung im Glocken- und Kirchenbau des Schlosses und untersteht der Trägerschaft des Vereins Schloßmuseum e.V.
Franz von Stuck
Großherzog Ernst Ludwig
1907, Öl auf Leinwand